Olds (weil es größtenteils keine News mehr sind) 2016

Das kommt davon, wenn man Facebook benutzt: man verkommt zum faulen Kurzpost-Absetzer und vergisst seine Update-Pflichten auf der eigenen Webseite. But no more. Es ist hohe Zeit, mal ein paar alte Neuigkeiten zusammenzufassen.

2015 – Das Jahr, in dem wir (fast) zwangspausierten

Eigentlich fing das Jahr 2015 recht vielversprechend an, den schon am 10.01. spielten wir in Leipzigs Metal-Kneipe Helheim, um unseren Benefiz-Beitrag gegen die drohende Schließung zu leisten (welche mittlerweile leider doch erfolgt ist, aber das ist eine andere Geschichte). Kurz danach kam dann die Hiobsbotschaft, die uns für das Jahr ziemlich viel verhagelte und uns auch ein bisschen den Elan nahm. Denn Drummer Fabi kündigte seinen berufsbedingten Ausstieg an. Auch wenn diese Sache zu besagtem Zeitpunkt noch keinen Zeitstempel besaß, hatten wir aufgrund der damit einhergehenden Unsicherheiten beständig Planungsschwierigkeiten, mussten unseren lange geplanten Auftritt beim HelpFest in Tschechien sowie einen exzellenten Abend mit Warpath und Trakoma im Bandhaus absagen und hörten dann irgendwann auch auf, uns nach weiteren Gig-Optionen umzusehen. Immerhin: Zum Geburtstag unserer Freundin Kathrin spielten wir im Sommer nochmal im Kulturcafé Manfred (Leipzig-Connewitz). Das war’s dann aber auftrittsmäßig auch schon für das Jahr, denn mangels Drummer konnten wir auch die alljährliche Party von Banny und Marko knicken.

helheim-benefiz-2015Crimson Rain sucht den Super-Knüppler

Aufgrund dieser frustrierenden Situation galt der Fokus unserer Bemühungen dann natürlich der Suche nach Trommler-Personal. Nachdem die ersten Versuche, überhaupt  Interesse bei der kloppenden Bevölkerung zu wecken, fehlgeschlagen waren, trat aus heiterem Himmel Basser Florian auf den Plan und rotzte folgende Anzeige in einschlägige Leipziger Musikforen:

Drummer?
Suche für meinen Zusammenschluss von unfähigen Musikern einen ebenso unfähigen Drummer. Gefallen an Derbem sollte vorhanden sein, denn der Sänger schreit und grölt wie ein cholerisches Tier und der Gitarrist greift schief und verzerrt das Ganze, weil er gehört hat, dass man seinen persönlichen Sound entwickeln muss. Den Bass schlage ich nur noch mit dem Kopf an.
Wenn du also das Geld für deine Therapiestunden lieber für Bier ausgeben willst und Spaß daran hast für nen Teller Nudel-mit-Tomatensoße mehrere Stunden durchs Land zu fahren, dann melde dich mal.

Abgesehen von der immensen Erheiterung, den dieses Gesuch bandintern hervorrief, funktionierte es. Binnen kürzester Zeit hatten wir vier (!) Kandidaten zusammen, die Interesse an dem Job bekundeten. Unglücklicherweise hatten wir einige Zeit zuvor aus mehreren Gründen unseren alten Proberaum gekündigt, und so begann ein Hick-Hack sondergleichen, um Jam-Möglichkeiten für das Casting der Anwärter klarzumachen. Ohli übernahm hier den Orga-Part und hätte dabei um ein Haar Selbstmord begangen, als sich die Unterzeichnung eines Zwischenmiete-Vertrags drei Stunden hinzog und ihm den letzten Nerv raubte. Zu guter Letzt zahlte sich der Stress aber aus, denn mit Sepp fanden wir nicht nur einen sehr fähigen und illustren neuen Drummer (und darüber hinaus Teil der Gubener Invasion, die seit Jahren langsam aber beständig Leipzig überrennt), sondern auch gleich einen neuen Proberaum. Feuchter Zusatztraum, der dadurch in Erfüllung ging: in besagten Räumlichkeiten waren (bzw. sind) auch unsere Kumpels von Todschick Gekleidet und Contärgan ansässig.
Das Ganze ist nun schon bald wieder ein Jahr her, uns Sepp ist immer noch unser Drummer, was uns alle sehr erfreut. Falls ihr ihn noch nicht live erleben durftet: Das isser.

seppCrimson Rain 2016: Mühlkeller, Varnsdorf and some things to come

Neuer Drummer hieß natürlich auch: alten Scheiß bis zum Erbrechen proben, um wieder auftrittsfähig zu werden. Dieser Prozess zog sich über einige Monate hin, aber schlussendlich war es dann soweit: am 03.06.2016 feierten wir Live-Premiere in neuer Besetzung, und zwar im Mühlkeller, den wir 2014 zuletzt heimgesucht hatten. Mit dabei hatten wir die Räd Räts und Contärgan. Die Mischung kam gut an, das Publikum war trinkfreudig und gut gelaunt – und der Uterus einer gewissen Dame hielt durch und sorgte nicht dafür, dass wir das Konzert mittendrin doch noch absagen mussten. Deswegen hat Carsten nun auch ein neues Lieblingskind. 😉

crimson-rain-muehlkeller-leipzig-2016Doch damit noch nicht genug. Denn der Gig beim HelpFest Varnsdorf, den wir 2015 nicht spielen, sollte dieses Jahr ebenfalls nachgeholt werden. Für unsere kleine Band bedeutete dies den ersten Auftritt außerhalb Deutschlands (und kein Gehate darüber, dass sich das Kaff nur 5 Kilometer hinter der Grenze befindet, klar? Das zählt trotzdem!!!), und entsprechend aufgeregt gingen wir alle auch an die Sache ran. Der Roadtrip war etwas konfusselig, nahm aber dennoch sein Ende am vorgesehenen Zielort, dem naturbelassenen Freibad (ein See halt), an dem die Jungs von Bonesaw of the Brains, allen voran deren Drummer Lu, das Benefiz-Festival HelpFest aufziehen.

On the road to Varnsdorf

Crimson Rain – on the road to Varnsdorf

Es gab reichlich Fleisch, Bier und viele Bands. Crimson Rain sollten an diesem Abend als „Rausschmeißer“ (also als letzte Band) fungieren. Und hier offenbarte sich wieder einmal, dass wir mitunter von irgendeinem perfiden Arschloch-Dämonen heimgesucht werden, der uns einfach nix gönnen will. Zuerst setzte wie auf Kommando der Regen ein, als der Umbau für unseren Auftritt begann. Das wäre aber noch nicht so schlimm gewesen, denn als Carsten den Vocal-Check machte, merkten die verbliebenen Festival-Gäste, dass die Party noch nicht zuende war. Auf der riesigen Bühne (und davor) ging es dann auch ordentlich rund, die Stimmung war gut, der Enthusiasmus bei allen Bandmembern hoch…und dann ging buchstäblich das Licht aus. Stromausfall. Nüscht mehr. Nada. Niente. Die Techniker bemühten sich zwar, alles wieder zum Laufen zu bringen, aber es gelang nicht. Und da die Besucher auch zunehmend dem Regen zu entfliehen suchten, ergaben wir uns in unser Schicksal, verschenkten unseren mitgebrachten Freialk vorzeitig und rangen Lu noch irgendwie die Zusage ab, nächstes Jahr wiederkommen und unser Set beenden zu dürfen. Hoffen wir mal, dass das klappt, den gefetzt hat es auf jeden Fall, so lange es dauerte. So in etwa sah es aus, als noch Strom da war:

Anzumerken sei hier noch, dass der Regen auch die Nacht nicht mehr aufhörte und Domscher (der für’s Fotografieren und zum Fan-Sein mitgekommen war) reihern musste. Und das Carsten auf der Rückfahrt auffiel, dass der Deckel für den Öltank in seinem Auto weg war, was dann mit einer zusammengequetschen Bierdose überbrückt wurde. Und das wir uns nächstes Mal aus reiner Vorsicht noch eigenes Stage-Bier mitnehmen. Und das Ohli ’ne ziemlich große Fresse hat.

Was dieses Jahr noch kommt

Hat irgendjemand tatsächlich bis hierher gelesen? Ausgezeichnet. Dann schlussendlich noch ein paar Ankündigungen:

  • Am 11.11. spielen wir erneut im JKZ BASTA in Görlitz. Die liebe Melle hat da wieder was organisiert, und da wir uns letztes Mal schon so unglaublich wohl gefühlt haben, können wir es auch kaum erwarten. Mit dabei: Klostein, Todschick Gekleidet und Heisenberg FX!
  • Ein letztes Mal bitten Banny und Marko in diesem Jahr zum Geburtstagskränzchen, und wir dürfen wieder spielen. Würden euch ja gern alle einladen, aber das obliegt natürlich den Gastgebern.
  • Am 10.12. dann nochmal im Kulturcafé Manfred, so wie’s aussieht. Genauere Infos dazu, wenn’s sie gibt. Schaut dazu unbedingt auch in die Gig-Sektion!

Sollte sich sonst noch was ergeben, lassen wir es euch natürlich wissen. Vielleicht gibt’s zukünftig auch wieder häufiger Updates an dieser Stelle. Wie gesagt: vielleicht. 😉

Cheers,

C.

This entry was posted in News. Bookmark the permalink.

Comments are closed.